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Der VEB Wissenschaftlich Technisches Zentrum des Kraftverkehrs

Der VEB Wissenschaftlich Technisches Zentrum des Kraftverkehrs (WTZK) war ein Forschungs- und Entwicklungsinstitut des Ministeriums für Verkehrswesen der DDR, Hauptverwaltung Kraftverkehr und in Dresden ansässig.

Aufgabe des WTZK: Rationalisierungen im Kraftverkehr und Öffentlichen Personennahverkehr

Es gab die Fachabteilungen: Verkehr, Kfz Instandhaltung, Informationsprozesse, Projektierung und die Koordinierungsstelle für Arbeitsmittel.

1990 hatte das WTZK ca. 200 Mitarbeiter. Im August 1990 wurde das WTZK privatisiert und ging in die ISUP GmbH über.

Die Gruppe Mikroelektronik von 1980 bis 1990

Um den dringenden Bedarf an elektronischen Rationalisierungsmittel zu decken und dabei das enorme Rationalisierungspotential der ab 1980 aufkommende Mikroprozessortechnik zu nutzen, entschloss sich das WTZK zur Eigenentwicklung mikrorechnergesteuerter Rationalisierungsmittel.
Unter Leitung von Dipl.Ing. Eberhard Treufeld wurde 1981 die Gruppe Mikroelektronik gegründet. Von 1980 bis 1990 wurden erfolgreich Produkte wie Bordmikrorechner, Abfertigungssysteme und rechnergestützte Diagnose an Kraftfahrzeugen entwickelt und in die Sereinproduktion übergeleitet.

1990 waren es 20  Spezialisten für Hardware u. Software, Mikrorechentechnik, anwenderspezifische Schaltkreise ASIC’s, CAD/CAM Routing, Konstruktion und Musterbau beschäftigt. Die Gruppe war mit modernster CAD/CAM Rechentechnik, mit einem Kleinfertigungszentrum für hochwertige Leiterplatten, SMD-Bestückungsroboter und Schwall-Löttechnik ausgestattet. Dennoch war der Anfang sehr schwer und von Rückschlägen begleitet. Wir mussten schmerzhaftes Lehrgeld bezahlen und ständig Kreativität beweisen, um die Blockaden durch die eng bilanzierte Planwirtschaft, westliches Embargo, erschwerte bzw. mangelhafte Kommunikation und subtile Überwachung durch die Stasi zu überwinden, manchmal auch auszutricksen.

Der wichtigste Erfolgsfaktor war die besondere Motivation, die fachliche Qualifikation und das Engagement unserer Mitarbeiter!

Die Lösung unserer Entwicklungsaufgaben war vor allem deshalb erfolgreich, weil alle Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Möglichkeiten und Fertigkeiten, mit großem Engagement unter Anleitung der Themenleiter ihren Beitrag geleistet haben. Die im WTZK gewährte Freizügigkeit bei der Forschung und Entwicklung war besonders förderlich für die Motivation und für gutes Arbeitsklima. Unter diese Bedingungen war nicht schwer neue Mitarbeiter zu finden.


Mit dem Untergang der DDR und der Privatisierung des WTZK zur ISUP GmbH wurde die Gruppe Mikroelektronik 1990 aufgelöst, Material und Ausrüstung verkauft bzw. entsorgt und alle Mitarbeiter entlassen.


Mitarbeiter und Partner, die an den Entwicklungen beteiligt waren

Dr. Ing. Eberhard Treufeld, Gruppenleiter Mikroelektronik, Themenleiter  
Renate Beckert, wiss. Assistentin des Gruppenleiters
Dr. Ing. Andreas Kretschmer, stellv. Gruppenleiter, Themenleiter
Dr. Ing. Joachim Dummer, Themenleiter, Prozessanalyse, Software,
Dipl. Ing. Ralf-Peter Nerlich, Hard-und Softwareentwickler, Entwickler für ASIC’s, 
Dipl. Ing. Egon Höller, Softwareentwickler, CAD/CAM Routing, 
Dipl. Ing. Klaus Benning, Entwickler für ASIC’s,
Dipl. Ing. Volker Kunz, Hardwareentwickler, 
Dipl. Ing Matthias Richter, Konstruktion, Leiterplattendesign,
Dipl. Ing. Peter Buch, Hardware, Erprobung, EMV, 
Dipl. Ing. Dieter Röber, Problembearbeiter FABUS 1
Ingrid Heinze, Problembearbeiterin FABUS
Dipl. Ing. Harald Staudte Software, kurzzeitig
Toni Wicher, Musterdesign, Musterbau, SMD-Bestückung, 
Bernd Schulze, Musterbau
Gerhard Schneider, Leiterplattenfertigung, Löttechnik
Günter Maaz, Leiterplattenfertigung
Alfred Kamenka, Leiterplattenfertigung

Die erfolgreichen Entwicklungen war das Ergebnis der vorbildlichen, kollektiven Zusammenarbeit aller Mitarbeiter unter Führung der jeweiligen Themenleiter.

Eine besondere Würdigung verdienen unsere Partner bei der Beratung, Entwicklungsbegleitung und Produktionsüberleitung:

Dipl. Ing. (FH) Karl Heinz Otte Technischer Direktor des ehem. VEB Taxi Dresden, Entwicklungsbegleitung und Berater BOTAX 80, Leiter und Koordinator der Felderprobung
Dipl. Ing. (FH)  Siegfried Eisenhuth, VEB Taxi Berlin, Erprobung BOTAX 80 und BOTAX 2000
Dr. sc. techn. Wolfgang Runge Militärakademie (Prozessanalyse UDS 80)
Dipl. Ing. Gabbert, VE Verkehrskombinat Frankfurt /Oder (Erprobung, TOBIS 2000 G)
Dipl. Ing. Helmut Förster VE Verkehrskombinat Gera (Serienproduktion FABUS 1)
Dipl. Ing. Bernd Schulze VE Verkehrskombinat Gera (Serienproduktion UDS 80)
Mitarbeiter der WTPM Meiningen Großserienproduktion BOTAX 80, BOTAX 2000

Weitere Kooperationspartner:
Prof. Dr. sc. techn. Oppermann Hochschule für Verkehrswesen Dresden (Diagnose, Zuverlässigkeit, Beratung)
Prof. Dr. Sperling Ingenieurhochschule Zwickau (elektromagnetischen Verträglichkeit)
Prof. Dr. Rößler WTZ Landtechnik Dresden (Erfahrungsaustausch, Kooperationsvertrag)
Dr. sc. techn. Richter  TU Dresden/ Elektromotorenwerk Dresden (DLM-Diagnose)
Ingenieurschule für Verkehrstechnik Dresden (Kraftstoffverbrauchsmesser)
Dipl. Ing. Schuster, Institut für Nachrichtentechnik, Berlin-Oberschöneweide
Funkwerk Erfurt (Applikation Mikroprozessoren) 
Zentrum für Mikroelektronik Dresden ZMD (Entwicklung ASIC’s)
VEB Werk für Fernsehelektronik Berlin (Entwicklung Anzeigen LED, LCD, Werkzeugbau)
Meßelektronik „Otto Schön“ Dresden (Sensoren)
Robotron Büromaschinenwerk Sömmerda (Druckerkomponenten)
Robotron Dresden (Leiterplatten)


Besonderer Dank gilt Prof. Dr. Opper­mann als Förderer und Kooperationspartner.


Wenn Sie mehr über die Entstehung der Mikroelektronik im WTZK wissen möchten, klicken Sie auf den Link:
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